Essen gut, Trinken gut - Restaurant "Zum Rittergut" Milow
Mit der Völkerwanderung (ca. 373 n. Chr.) begaben sich große Teile der Semnonen nach Süden und Südwesten über die Elbe in provinzialrömische Gebiete. So war besonders ab dem 4. Jahrhundert das Havelland nur noch schwach besiedelt.
Es gehörte sowohl politisch als auch kulturell zum Thüringerreich und nach dessen Unterwerfung im Jahre 531 zum Frankenreich.
Slawische Bevölkerungsgruppen, aus dem Süden kommend, besiedelten ab Ende des 6. Jahrhunderts die verlassenen Gebiete zwischen Elbe und Havel.
Zahlreiche wendische Ortsnamen, wie Jericho, Zollchow, Buckow, Rathenow, Wulkau, Sandau und auch Milowerinnern noch heute daran.
Aus den verschiedenen eingewanderten Gruppen hatte  sich der Stamm der Heveller gebildet, dessen Kerngebiet das Havelland war.
Nach der Unterwerfung der Sachsen durch die Franken, 797 n. Chr., versuchte Karl der Große auch die Slawen zur Anerkennung seiner Herrschaft zu zwingen.
Zur Sicherung ihrer Unabhängigkeit begannen die Slawen Burgen aus Holz und Erdreich zu bauen. Diese Befestigungen wurden aus strategischen Gründen häufig in sumpfigen oder von Wasser umschlossenen Gelände angelegt.
Die Zahl der im Havelland bekannten Siedlungen und Befestigungen stieg von ca. 50 im 7. Jahrhundert auf ca. 150 im 9./10. Jahrhundert.
Es wurde in 8 Burgbezirke (civitates), zu denen auch die Burg Milow gehörte, aufgeteilt.
Unter "Karl dem Großen" wurden Grenzmarken und Grenzburgen gegen die östlich der Elbe lebenden Slawen angelegt. Nach dem Tode Karls wurden diese allmählich von den Slawen zerstört und die Einflüsse der Deutschen zurückgedrängt.
Erst Heinrich I. (919 - 936) gelang es im Winter 927/28 Brandenburg, die Hauptburg der Heveller, zu erobern und somit das Havelland seinen Macht- und Einflußbereich einzugliedern.
Otto der Große gründete 948 unter anderem die Bistümer Havelberg und Brandenburg.
Der zwischen Havel, Stremme und Elbe liegende Slawengau Liezizi, zu dem viele Nachbardörfer Milow´s gehörten (Vieritz, Bützer), wurden dem Bistum Havelberg übergeben. Der Slawengau Moraciani, zu dem auch MIlow gehörte, wurde dem Bistum Brandenburg zugeordnet.
Im Kampf der Wenden gegen das Christentum und die deutsche Herrschaft folgte ein Aufstand dem anderen.
Brandenburg und Havelberg wurden 983 von diesen zurückerobert, wurden aber 1102 von Markgraf Udo II endgültig als Ostmark zurückgewonnen.
Mit dem Tod von Pribislaw im Jahr 1141 ging das Havelland testamentarisch an "Albrecht der Bär" über und die wendische Zeit im Havelland ging zu Ende.
Mit der endgültigen Unterwerfung der slawischen Stämme war in der Mark Brandenburg eines der bedeutendsten Landesfürstentümer entstanden, denn auf seiner Grundlage entwickelte sich der feudal-absolutistische preußische Staat.
Milow kam Ende des 11./Anfang des 12. Jahrhundert in Besitz der Grafen von Stade, welcheseit 1056 Markgrafen waren. Dies geht aus einer Urkunde vom 31.12.1144 hervor. Nach dieser schenkten Hartwig, Graf von Stade und seine Mutter Richardis sämtliche Hausgüter geistlichen Stiften.
Der Erzbischof von Magdeburg als neuer Besitzer von Milow erkannte die günstige Lage der Burg Milow und ließ sie weiter ausbauen.
In den fast drei Jahrhunderte Grenz- und Lehnstreitigkeiten zwischen dem Erzbistum Magdeburg und der Mark Brandenburg erhielt die Grenzfeste Milow eine große Bedeutung. Von hier aus konnten einfach und sichere Einfälle in die Mark Brandenburg erfolgen und die Kriegsbeute konnte schnell in Sicherheit gebracht werden. Von 1162 bis 1276 wechselten häufig die Lehnsherren.
Die Burg nebst dem zugehörigen Land war seit 1144 in fortgesetzten Besitz des Erzbistum Magdeburg. Ab 1323 war die Mark eröffnetes Reichslehen unter Ludwig dem Sohn von "Ludwig der Bayer".
Das Unwesen des Raubrittertums begann...

                                              Fortsetzung folgt.....